Leitlinien

2002 haben die Kirchenvorstände der Immanuelkirche und der Vaterunserkirche und die aktiven Jugendlichen in den beiden Gemeinden beschlossen, dass beide Gemeinden eine gemeinsame Jugendarbeit haben sollen. Gleichzeitig wurden die beiden jeweils halben theologisch-pädagogischen Stellen der Gemeinden zu einer ganzen hauptamtlichen Stelle zusammengeschlossen. Damit verbunden war die strukturelle Trennung der Vaterunserkirche von der ½ Stelle der Evangelischen Jugend Unterföhring und Ismaning.

 

Dieser Weg des Zusammenwachsens wurde aktiv seit Juli 2002 unter Berücksichtigung des emotionalen Prozesses angegangen: Es galt Abschied zu nehmen von der gewohnten und liebgewordenen Jugendarbeit in beiden Gemeinden sowie von den Inhalten und Strukturen, die bis dahin bestanden. Allerdings bot sich dadurch auch die Chance, in der dann zusammengelegten Jugendarbeit von Immanuel und Vaterunser eine viel größere Anzahl an Jugendlichen zu erreichen und diese als Jugendmitarbeiter die Vielfalt der Jugendarbeit bereichern zu lassen. Es sollte dann möglich sein, viele Aktionen, Projekte, Wochenenden usw. durchzuführen, die zuvor in dieser Form in keiner der beiden Jugendarbeiten realisierbar waren.

Momentan sind wir mit knapp 50 aktiven Jugendlichen die größte Jugendarbeit in München!

 

Vorrangig wurde das Augenmerk auf das Zusammenwachsen der Jugendlichen aus beiden Gemeinden gelegt. Im Mittelpunkt standen dabei gemeinsame Sommerfreizeiten, Jugendmitarbeiterwochenenden, Jugendmitarbeiterkreise und Workshops, in denen 2002 zunächst beide Gemeinden ihre Aktivitäten vorstellten. Seitdem wird ein gemeinsamer Jahresplan für Aktivitäten, Veranstaltungen und Projekte geplant, beschlossen und erlebt.  Heute lässt sich erkennen, dass die Vaterunserkirche und die Immanuelkirche eine lebendige Jugendarbeit haben, in der die Jugendlichen Gemeinschaft pflegen, Beziehungen knüpfen und durch ihr Engagement eine vielfältige Jugendarbeit ermöglichen. Besonders sichtbar wurde dies z.B. auch für außen Stehende durch ihr Engagement beim Jugendbenefizkonzert am 1.Juli 2005. Feststellbar ist auch, dass beide Gemeinden in der Kinder- und Jugendarbeit in Hinblick auf ihre Ressourcen von einander profitieren und jede Gemeinde ihren jeweiligen Charme mit einbringt und somit für die Jugendarbeit ein breiteres Spektrum ermöglicht.

 

Neben dem Zusammenwachsen zu einer Gemeinschaft und der Verknüpfung zu einer gemeinsam inhaltlich ausgefüllten Jugendarbeit arbeitete eine Gruppe von Erwachsenen und Jugendlichen an der strukturellen Verknüpfung. Die Struktur der Jugendarbeit war  in den beiden Gemeinden von  unterschiedlichen, bewährten und gewachsenen Traditionen geprägt, deren Verknüpfung nicht immer einfach war. Wir entschieden uns, nicht am runden Tisch theoretisch etwas zu entwerfen, sondern auch im strukturellen Bereich prozessorientiert vorzugehen. Im Herbst 2002 wurde der Jumak (Jugendmitarbeiterkreis) als das zentrale und entscheidende Gremium, das die Jugendarbeit seitdem gestaltet, gegründet. Im  weiteren Verlauf wurde ein Modell mit zwei weiteren Gremien entwickelt: Der BA (beratender Ausschuss) und der JAS (Jugendausschuss), die dem Jumak zuarbeiten. Seither ruhen die bisherigen Gremien der Jugendarbeit. Das neue Modell wird in einer Probephase seit Herbst 2004 praktiziert und hat sich in der Praxis der gemeinsamen Jugendarbeit bewährt. Die Gruppe aus Erwachsenen und Jugendlichen modifizierte das Modell dort, wo sich Anfangsschwierigkeiten zeigten und erstellte die neuen Leitlinien für die gemeinsame Jugendarbeit. Der Weg zu wirklichkeitsnahen und praktikablen Strukturen hat nun am 10. Mai 2006 seinen Abschluss gefunden durch die einstimmig gefasste Zustimmung des Jumak und der beiden Kirchenvorstände von Immanuel und Vaterunser, die die Jugendarbeit verantworten.

 

 

Den kompletten Text der Leitlinien der gemeinsamen Jugendarbeit in der Immanuel- und Vaterunserkirche finden Sie als pdf-Dokument hier.

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